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Tipps für das Bringsystem / 31. März 2021

Das Bringsystem aus Sicht eines Hofmitarbeiters

Seit Januar sammeln die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Karlsruhe ihren Bioabfall getrennt. Der Großteil hat sich dabei für das Bringsystem entschieden. Lutz A. vom Grünabfallsammelplatz in Bruchsal-Untergrombach informiert uns, wie das Bringsystem angenommen wird.

Bringsystem findet hohe Zustimmung

Seit Anfang 2021 kann man auch im Landkreis Karlsruhe die Küchenabfälle und Speisereste getrennt sammeln und muss sie nicht mehr in die Restmülltonne geben. Man hat dabei die Wahl, ob man gegen eine Gebühr eine Biotonne nutzt, seine Bioabfälle in Beuteln sammelt und sie selbst zur Sammelstelle bringt oder die Bioabfälle im eigenen Garten kompostiert. Zwanzig Prozent nutzen die Biotonne und über die Hälfte der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer hat sich bisher für das gebührenfreie Bringsystem entschieden. Dafür wurden im Landkreis über 20.000 Biotonnen und rund 71.000 Starter-Sets für das Bringsystem verteilt. Das Starter-Set besteht aus einem Paket von Biobeuteln, in denen man die Bioabfälle sammelt und einem dicht verschließbaren Transportbehälter, in dem man die vollen Beutel zur nächsten Sammelstelle bringen kann. In jeder Stadt und Gemeinde gibt es mindestens eine Sammelstelle, wo man die vollen Beutel in große Biotonnen einwerfen und leere Beutel wieder mitnehmen kann.

Nach etwa einem viertel Jahr berichtet Lutz A. über seine Erfahrungen mit dem Bringsystem. Er arbeitet auf der Sammelstelle in Bruchsal-Untergrombach und sorgt gemeinsam mit drei Kolleginnen und Kollegen dafür, dass die Anlieferung der Wertstoffe, Garten- und Bioabfälle reibungslos funktioniert.

Das Interview


Herr A., was genau sind Ihre Aufgaben?
Wir sorgen auf der Sammelstelle in Untergrombach dafür, dass immer genug leere Abfallbehälter vorhanden sind und helfen den Kundinnen und Kunden bei der Anlieferung ihrer Wertstoffe . Seit auch die vollen Biobeutel angeliefert werden können, informieren wir, in welche Biotonne sie eingeworfen werden können, wo man leere Beutel und einen weiteren Transportbehälter bekommt.

Hat sich Ihre Arbeit seit Einführung der Bioabfallsammlung verändert?
Ich merke einen Unterschied. Die Frequenz hat erheblich zugenommen. Als die Bioabfallsammlung im Januar eingeführt wurde, gab es noch viele Fragen. Die Fragen werden jetzt weniger, weil die Leute nun wissen, wo sie was entsorgen müssen. Am Anfang waren wir überrascht, wie viele das Bringsystem für ihre Bioabfälle nutzen und regelmäßig zur Sammelstelle kommen. Da wurden die Biotonnen schnell voll, so dass weitere Tonnen aufgestellt wurden.

Wie funktioniert die Anlieferung der Bioabfälle während der Corona-Pandemie mit den ganzen Abstands- und Hygienevorgaben?
Das funktioniert gut. Wir haben seither (wegen Corona) zusätzliches Sicherheitspersonal, damit die Anlieferung sicher bleibt. Es dürfen nur so viele Anliefernde auf die Sammelstelle, dass es kein Gedränge vor den Biotonnen gibt. Dafür sorgt jemand vom Sicherheitspersonal bereits an der Einfahrt und weist auf die Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenmaske hin. Außerdem steht ein weiter Mitarbeiter bei den Biotonnen und regelt, dass die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden. Wir informieren auch, wenn es Fragen gibt. Man braucht also keine Bedenken haben, wenn man zur Sammelstelle kommen will.

Kommt es da nicht zu Wartezeiten?
An bestimmten Zeiten wollen viele anliefern, so dass man mit Wartezeiten rechnen muss. Damit muss man vor allem am Samstag rechnen, wenn viele ihren Grünschnitt bringen wollen. Deshalb ist die Sammelstelle seit Januar von Montag bis Freitag für je zwei Stunden geöffnet. An diesen Tagen muss man in der Regel nicht lange warten.

Kennt man die Zahl, wie viele pro Tag ihre Bioabfälle anliefern?
Ja, wir ermitteln täglich die Zahlen. An den Wochentagen kommen im Durchschnitt täglich 70 Anliefernde, an Samstagen im Durchschnitt 280 Bioanlieferungen. Da kommt eine große Menge an Bioabfällen zusammen.

Wie viele Biotonnen werden an einem Samstag im Durchschnitt gefüllt?
Samstags sind es derzeit zehn bis fünfzehn volle Biotonnen, in die etwa 600 Liter Bioabfall passen. Die Sammelstelle war dann sechs Stunden geöffnet. Unsere 18 Biotonnen reichen dafür gut aus. Wir sind gespannt, ob es bis zum Sommer noch mehr wird.

Was muss ich genau machen, wenn ich als Bürgerin oder Bürger mit meinem mit Bioabfall gefüllten Transporteimer zu Ihnen auf den Hof komme?
Das ist ganz einfach. Man bringt seine vollen Biobeutel zu den Biotonnen und wirft sie dort ein. Wir haben in Untergrombach seitlich der großen Biotonne ein Podest hingestellt. Dort kann man seinen Transporteimer abstellen und ihn bequem öffnen. Dann entleert man die vollen Beutel aus dem Eimer in die Biotonne, macht den Deckel wieder zu und der Nächste ist dran.

Kostenlose Beutel zum Sammeln von Bioabfall zu Hause


An jeder Annahmestelle gibt es kostenlose Beutel. Wie wird das Angebot angenommen?
Das wird sehr gut angenommen. Man bekommt eine Rolle mit 26 biologisch abbaubaren Biobeuteln oder ein Päckchen mit zehn Papiertüten. Da braucht man einige Wochen, bis man die aufgebraucht hat. Leider gibt es aber auch Leute, die montags, mittwochs und samstags kommen und sich jeweils eine neue Packung mitnehmen. Wir weisen deshalb drauf hin: Bitte nur ein Päckchen oder eine Rolle rausnehmen. Dann bleibt auch für andere genug übrig.

Und wie sortiert man alles richtig?
In die Beutel gehören nur die Bioabfälle. Man kann feuchte Abfälle auch in etwas Papier einwickeln. Aber bitte kein Hochglanzpapier verwenden. Alles andere gehört nicht in den Beutel. Vor allem keine Kunststoffabfälle, weil dann die Bioabfälle nicht mehr zu Kompostdünger verarbeitet werden können. Auch alle anderen Produkte aus Biokunststoff, dürfen nicht in den Beutel auch wenn manchmal etwas Anderes auf den Produkten draufsteht. Wenn man richtig sortiert, merkt man schnell, dass deutlich weniger in die Restmülltonne muss.


Wir danken Herrn Lutz A. für das informative Gespräch.
Mehr Informationen zum Bringsystem finden Sie unter www.die-biotonne.de/bringsystem/das-bringsystem .

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