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Tipps für die Biotonne / 23. September 2022

Die Bioabfallsammlung im Herbst

Gartenarbeit im Herbst, Laub wird in eine braune Tonne mit Aufkleber gefüllt, Garten-Handschuhe werden getragen

Ob warme Temperaturen von bis zu 20 Grad oder leicht frostige Nächte – die herbstlichen Witterungsbedingungen sind unberechenbar. Ebenso kann es auch bei der Bioabfallsammlung unterschiedliche Szenarien geben: Von festgefrorenem Tonneninhalt über zu schwere Behälter für die Müllwerker bis hin zur Überlegung, wohin mit all den Blättern. Dieser Beitrag zeigt auf, was bei der Bioabfallsammlung im Herbst zu beachten ist.

Vorbereitung der Biotonne bei frostigen Temperaturen

Um die Biotonne bereits im Herbst „winterfest“ zu machen, empfiehlt es sich, die leere Biotonne mit einer Schicht zerknülltem Zeitungspapier auszulegen. Diese ist so nicht nur vor Feuchtigkeit, sondern auch vor Frost geschützt. Um der Feuchtigkeit in der Tonne und damit dem Festfrieren des Bioabfalls vorzubeugen, sollten die Lebensmittelreste möglichst trocken sein. Ist dies nicht der Fall, kann man den feuchten Bioabfall mit Zeitungspapier oder Küchenpapier einschlagen und dann in die Tonne geben.

Grundsätzlich hilft es bei frostigem Wetter, dass die Biotonne windgeschützt steht, da gerade der kalte Wind das Festfrieren begünstigt.  Erst kurz vor der Leerung, spätestens jedoch um 6 Uhr in der Früh, sollte die Tonne an die Straße gestellt werden. In so kurzer Zeit haben die Abfälle keine Gelegenheit, festzufrieren.

Wohin mit dem Laub aus dem Garten?

Ist das Laub aus dem Garten erst einmal zusammen geharkt, möchte man es am liebsten direkt in der Biotonne entsorgen. Wichtig ist jedoch, dass das Laub trocken und lose – d.h. nicht zu stark zusammengepresst – in die Tonne gegeben wird. Ist das Laub zu nass, wird die Tonne zu schwer und der Inhalt friert schneller fest. Wichtig: Zigarettenstummel oder Tierkot im Laub sollten nicht in der Biotonne landen. Sie gehören in die Restabfalltonne.

Natürlich kann das Laub auch auf einen Kompost gegeben und als Dünger genutzt werden, wann immer der Gartenbesitzer einen natürlichen und humusreichen Dünger benötigt.

In Vergärungs- bzw. Kompostierungsanlagen wird aus dem in der Biotonne gesammelten Laub Bioenergie und Komposterde hergestellt. Während mit der Bioenergie Haushalte versorgt werden, kommt die Komposterde in der Landwirtschaft zum Einsatz. Meistens ist es allerdings zu viel Laub für die Tonne. Für diesen Fall lohnt sich die Fahrt zu einem der 65 Grünabfallsammelplätze im Landkreis. Hier finden Sie alle Grünabfallsammelplätze im Landkreis Karlsruhe.

Auch die auf den Sammelplätzen abgegeben Mengen werden zu wertvollem Gütekompost für die Landwirtschaft verarbeitet. 

Laub sinnvoll im eigenen Garten einsetzen:
Beete winterfest machen und Winterquartiere errichten

Großer schwarzer Käfer (Waldmistkäfer, Anoplotrupes stercorosus) im Herbst sitzt auf orangenem Laub

Aus Laub wird Humus (vgl. Beitrag Landwirtschaftsmeister Günther Frank setzt auf Kompost aus Bioabfall). Deshalb ist es ökologisch sinnvoll, das Laub auf den Beeten liegen zu lassen. Hier zersetzen unzählige Klein- und Kleinstlebewesen wie Asseln, Regenwürmer, Tausendfüßler, Bakterien und Pilze die welken Blätter. Je mehr Organismen hier mitwirken, desto schneller verrottet das Laub zu wertvoller Humuserde. Dieser Humus gibt dem Boden Nährstoffe für das kommende Jahr und hilft den Beetpflanzen nach dem Winter beim Wachsen.

Idealerweise kann das Laub auch in einer Gartenecke zusammengekehrt werden. Das schafft einen Winterschlafplatz für Marienkäfer, Igel und Co.

Hinweis:
Laub und Gartenabfälle in der Natur oder im Wald abzuladen ist rechtswidrig und vor allem auch ökologisch ein Problem! Landen Laub und andere Abfälle aus dem heimischen Garten im Wald, wird ein Ungleichgewicht in der Natur geschaffen und Gartenschädlinge können sich hier optimal ausbreiten.

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