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Nachrichten / 20. November 2021

Europäische Woche der Abfallvermeidung: Wie vermeide ich Lebensmittelreste?

Vom 20. bis 28. November 2021 findet die Europäische Woche der Abfallvermeidung statt. Das Motto der diesjährigen Abfallvermeidungswoche lautet: „Wir gemeinsam für weniger Abfall – unsere Gemeinschaft für mehr Nachhaltigkeit!“. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie mit kleinen Tricks im Alltag Lebensmittelverschwendung entgegenwirken und Lebensmittelreste nutzen können.

Das Ziel der Mottowoche ist es, die europäische Bevölkerung für das Thema Abfallvermeidung zu sensibilisieren. In diesem Beitrag dreht sich alles darum, wie Lebensmittelabfälle vermieden werden können. Hierzulande werden – nach Angaben des Bundesumweltministeriums – jährlich etwa zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Oftmals ist das sogenannte Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen. Ist dieses überschritten, entsorgen viele Konsumentinnen und Konsumenten das Produkt, obwohl es möglicherweise noch genießbar gewesen wäre. Meistens landen diese abgelaufenen Lebensmittel samt Verpackung im Abfalleimer.

Mit kleinen Tricks kann dieser Verschwendung entgegengewirkt werden.

Prüfen, ob Lebensmittel noch genießbar sind

Alle kennen es: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist abgelaufen und es besteht Unsicherheit, ob das Lebensmittel noch genießbar ist. Genaues Betrachten des Produkts kann mitunter darüber Aufschluss geben, ob das der Fall ist. Ist die Verpackung unbeschädigt und das Produkt sieht äußerlich gut aus, sollte als Nächstes noch ein Geruchstest folgen. Riecht das Lebensmittel zudem noch normal, kann es meist noch gegessen werden. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist allerdings vom Verbrauchsdatum zu unterscheiden. Während es sich beim Mindesthaltbarkeitsdatum lediglich um die Garantie über Zustand und Genießbarkeit eines Produkts seitens Hersteller handelt, ist das Verbrauchsdatum eine extra ausgewiesene Angabe auf leicht verderblichen Lebensmitteln wie Eiern, Fisch oder Fleisch. Letzteres sollte in der Regel nicht überschritten werden.

Besser richtig lagern als falsch entsorgen

Die richtige Lagerung von Lebensmitteln beugt einem raschen Verfall vor. Werden Lebensmittel falsch gekühlt oder gelagert, verderben sie schneller. Die wichtigsten Tipps im Überblick:

  • Frische Lebensmittel gehören in den Kühlschrank: Milchprodukte oder Fleisch sollten stets im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Frisch Gekauftes gehört nach hinten: Das Sortieren im Kühlschrank ist eine sehr wichtige Aufgabe zur Verhinderung von Lebensmittelverschwendung. Lebensmittel, die sich schon länger im Kühlschrank befinden und eine geringere Haltbarkeit aufweisen, gehören nach vorne, damit sie auch als Erstes verbraucht werden.
  • Obst und Gemüse im untersten Kühlschrankfach aufbewahren: Speisen und Lebensmittel sollten immer in der richtigen Kühlungszone gelagert werden. Obst und Gemüse gehören zum Beispiel ins unterste Fach des Kühlschranks.
  • Achtung: Nicht jede Obst- und Gemüsesorte eignet sich für die Lagerung im Kühlschrank. Tomaten haben beispielsweise einen hohen Wasseranteil und sollten nicht zu kühl gelagert werden. Auch Gurken sind länger genießbar, werden sie unangeschnitten außerhalb des Kühlschranks aufbewahrt.

Planung ist die halbe Miete: Kaufen Sie nur das, was Sie auch essen

Um weniger Lebensmittel zu verschwenden, sollte am besten bereits vor dem Einkauf geplant werden, was überhaupt benötigt wird. Prüfen Sie Ihre Vorräte und erstellen Sie eine Einkaufsliste. So wird beim Einkauf selbst Zeit gespart und unnötige Einkäufe werden vermieden. Frische Lebensmittel sollte man nicht auf Vorrat kaufen, sondern immer erst dann, wenn man sie auch nutzen möchte. Ein Speiseplan für die Woche hilft ebenfalls gegen Lebensmittelverschwendung. So kaufen Sie nur das ein, was Sie für die Woche auch wirklich benötigen. Wurde dennoch zu viel besorgt, bleibt die Möglichkeit, Unverdorbenes an Freunde, Nachbarn oder in der Familie weiterzureichen.

Fünf einfache Haushaltstipps für Obst- und Gemüsereste

Bevor Obst- und Gemüsereste zu Küchenabfall werden und in der Bioabfallsammlung landen, lassen sie sich im Haushalt vielfältig einsetzen. Untenstehend finde Sie einige Tipps zur konkreten Anwendung.

1. Zitronen als wahres Duftwunder

Zitronen runden viele Gerichte ab und auch im Haushalt lösen sie so manche Aufgabe. Bevor Sie das nächste Mal Ihren Geschirrspüler anstellen, geben Sie ein paar Zitronenschalen in den Besteckkorb. Danach duftet die Spülmaschine zitronig-frisch. Mit unbehandelten Zitronen können Sie auch Speisesalz aromatisieren. Einfach die Zitronenschale abreiben und mit dem Salz vermengen. Fertig. Das Ganze funktioniert auch mit Orangenschalen.

2. Lauchzwiebeln nachziehen

Lauch- und Frühlingszwiebeln lassen sich ganz einfach selbst nachziehen – auch dann, wenn ihre Wurzeln bereits trocken sind. Sie haben nur ihr Wachstum aufgrund des Wassermangels eingestellt und vertrocknen langsam im gekauften Bund. Den oberen, grünen Teil können Sie abschneiden und zur Zubereitung verwenden. Stellen Sie anschließend die unteren zwei bis drei Zentimeter mit Wurzeln in ein Glas Wasser auf die Fensterbank und wechseln Sie das Wasser alle paar Tage aus. Nach etwa zwei Wochen bilden sich neue Triebe und Sie können die Pflanzen in Erde eintopfen. Das Ganze funktioniert auch mit Speisezwiebeln.

3. Weiße Wäsche dank Eierschale

Zum Frühstück gehört für Viele das Frühstücksei. Bevor die Schale in der Bioabfallsammlung entsorgt wird, kann sie vorher noch anderweitig verwendet werden. Denn Eierschalen machen graue Wäsche wieder weiß und das ganz ohne Chemie. Und so geht’s: Waschen Sie die Eierschalen ab, zerkleinern Sie diese und packen Sie diese dann in einen Nylonstrumpf oder in ein Leinensäckchen. Das kann beim nächsten Waschgang direkt mit in die Trommel und sorgt für strahlend weiße Wäsche.

Nicht mehr verwertbare Lebensmittel gehören in die Bioabfallsammlung

Die Abfallmengen zu reduzieren ist wichtig für die Umwelt. Mit jeder Produktion von Lebensmitteln oder Gegenständen geht auch ein Verbrauch von Energie und Ressourcen einher. Falls Sie Lebensmittel haben, die entsorgt werden müssen, geben Sie diese unbedingt in die Bioabfallsammlung: Aus Bioabfall wird unter anderem wertvoller Kompost. Dieser „Biomüllkompost“ ist besonders nährstoffhaltig und sorgt für ein zügiges Pflanzenwachstum. Außerdem fördert der Kompost den Humusgehalt im Boden. Damit das Bioabfall-Potential ausgeschöpft werden kann, muss dieser frei von Störstoffen sein. Abgelaufene Lebensmittel müssen daher unbedingt aus der Verpackung entfernt und erst anschließend in die Biotonne oder in den Transporteimer des Bringsystems gegeben werden. So wird aus nicht verzehrten Lebensmitteln Komposterde und Energie in Form von Strom und Wärme.

Weitere Informationen zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung finden Sie unter
www.wochederabfallvermeidung.de

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