Unsere Service-Hotline

0800 - 298 20 40

Mo - Fr: 07.30 - 17.00 Uhr

Lachender Junge mit Paprika und Orange
Wir haben die Antworten

Häufige Fragen zur Einführung der Bioabfallsammlung

Die neue Bioabfallsammlung sorgt dafür, dass auch alle Küchen- und Nahrungsabfälle in Zukunft verwertet werden und daraus Kompost und Energie entsteht. 2021 wird eine zusätzliche Bioabfallsammlung im Landkreis Karlsruhe angeboten. Sie haben sicherlich viele Fragen und wir haben die passenden Antworten zur Einführung des neuen Kombisystems in einem Fragenkatalog zusammengefasst, der ständig erweitert wird.

Sie haben eine Frage, die hier nicht aufgeführt wird? Kein Problem. Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail. Unser Kundenservice wird sich schnellstmöglich bei Ihnen melden.

Die neue Bioabfallsammlung sorgt dafür, dass auch alle Küchen- und Nahrungsabfälle in Zukunft verwertet werden und daraus Kompost und Energie entsteht. 2021 wird eine zusätzliche Bioabfallsammlung im Landkreis Karlsruhe angeboten. Sie haben sicherlich viele Fragen und wir haben die passenden Antworten zur Einführung des neuen Kombisystems in einem Fragenkatalog zusammengefasst, der ständig erweitert wird.

Sie haben eine Frage, die hier nicht aufgeführt wird? Kein Problem. Schreiben Sie uns gerne eine E-Mail. Unser Kundenservice wird sich schnellstmöglich bei Ihnen melden.

Damit Sie gut informiert sind

Häufige Fragen

Bioabfall ist organischer Abfall tierischer oder pflanzlicher Herkunft, der in einem Haushalt anfällt. Bioabfälle können von Mikroorganismen, bodenlebenden Lebewesen oder Enzymen abgebaut werden. In speziellen Vergärungsanlagen können so die Bioabfälle wie Apfelbutzen, Kaffeesatz oder die Eierschalen zu hochwertigem Biogas verarbeitet werden, das in Strom und Wärme umgewandelt wird.

Als Bioabfall wird Folgendes gesammelt:
  • Essensreste, auch Gekochtes (eingewickelt in Zeitungspapier)
  • alte Lebensmittel (ohne Verpackung)
  • Obst-/Gemüsereste, Schalen, auch von Zitrusfrüchten
  • Kaffeesatz, -filter, Tee, Teebeutel, Eierschalen
  • Küchenpapier
  • Grün-/Strauchschnitt, Laub, Blumen

Bioabfall verwerten ist aktiver Umweltschutz!
Dabei können alle Bürgerinnen und Bürger helfen. Jeder kann seinen Beitrag leisten und dafür sorgen, dass Bioabfälle zukünftig getrennt vom Hausmüll gesammelt werden. Sie sollen stofflich und energetisch verwertet werden.

Was kann mein Bioabfall?
Der in der Landwirtschaft häufig verwendete Kunstdünger besteht neben anderen Inhaltsstoffen aus Phosphor. Der dafür verwendete Phosphor ist eine natürliche Ressource, die zur Neige gehen wird. Es gibt jedoch eine Alternative zu Kunstdünger: die Nutzung der weggeworfenen Lebensmittel, die auch Phosphor enthalten. Bei der Vergärung dieser Bioabfälle entstehen u.a. flüssige Gärreste und Kompost, die eine nachhaltig positive Auswirkung auf die Bodenqualität im Landkreis haben können. Damit diese Inhaltsstoffe nicht mit Schadstoffen aus dem Hausmüll in Verbindung kommen, ist eine getrennte Sammlung zwingend notwendig.

Was kann er noch?
Der Bioabfall, der nicht in der Restmülltonne landet, ersetzt teilweise nachwachsende Rohstoffe, die extra angebaut werden, um in daraus Strom oder Biogas zu erzeugen. Auch das ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz – für jetzt und die nachfolgenden Generationen.

Was bedeutet das für unsere Region?
Der Landkreis Karlsruhe hat sich sehr intensiv und verantwortungsvoll mit der Frage auseinandergesetzt und entschieden, dass eine zusätzliche getrennte Sammlung für die Bioabfälle angeboten wird. Damit sollen vor allem die Küchen- und Nahrungsabfälle gesammelt werden, die heute noch im Hausmüll enthalten sind. Die so gesammelten Bioabfälle aus dem Landkreis soll ab dem Jahr 2021 in modernen Vergärungsanlagen in der Region in Bad Rappenau, Westheim und Sinsheim verwertet werden.

Schon gewusst?

Fast 60 % in den Restabfalltonnen im Landkreis Karlsruhe ist Bioabfall. Daraus können hochwertiger Kompost und klimafreundliche Energie hergestellt werden. Jeder Bewohner im Landkreis Karlsruhe produziert im Schnitt rund 50 kg Bioabfall jährlich. Bei ungefähr 440.000 Einwohnern kommen so rund 22.000 t Bioabfall zusammen. Aus dieser Menge Bioabfall kann Biogas mit einem Energiegehalt von 4,4 bis 6,6 Mio. Kilowattstunden erzeugt werden. Das entspricht beispielsweise dem Energiebedarf von ca. 2.200 Zwei-Personen-Haushalten im Jahr.

Mit Hilfe der Bioabfallsammlung werden organische Abfälle getrennt erfasst, damit diese in Biokompost und Bioenergie verwandelt werden können. Die Produktion von Biokompost funktioniert nur, wenn der Bioabfall frei von Störstoffen ist.

Das darf in der Bioabfallsammlung gesammelt werden:
  • Gemüsereste, Salatreste, Obst (auch Südfrüchte)
  • Speisereste, gekocht und roh
  • Fisch-, Fleisch-, Lebensmittelreste (auch verdorben)
  • Kaffeesatz, Tee, Kaffeefilter und Teebeutel
  • Brotreste, Backwaren, sonstige Mehlprodukte
  • Eier- und Nussschalen
  • Milchprodukte
  • Topf- und Balkonpflanzen, verwelkte Blumen
  • Unkräuter/Wildkräuter
In kleineren Mengen
  • Laub, Rasenschnitt
  • Baum-, Strauch-, Heckenschnitt

Hinweise
Größere Mengen von Gartenabfällen können auf den Grünabfallsammelplätzen im gesamten Landkreis Karlsruhe abgegeben werden.

Für die Hygiene und zum Sammeln und Einwickeln feuchter Bioabfälle sind Papiersammeltüten, die vom Landkreis Karlsruhe ausgegebenen Bio-Beutel, Küchenkrepp und Zeitungspapier (nicht Hochglanzpapier) erlaubt

Mehr Informationen finden Sie auf unserer Themenseite „Bioabfall richtig trennen“

Bioabfall ist ein wertvoller Rohstoff und wird zu Biokompost und Bioenergie
Aus Bioabfällen wird in sogenannten Vergärungsanlagen Bioenergie in Form von Strom und Wärme. Der Strom stammt damit direkt aus Ihrer Bioabfallsammlung und kann in Haushalten sowie als Treibstoff für E-Fahrzeuge verwendet werden.

Zudem wird aus Bioabfällen wertvoller Kompost hergestellt, der in der Landwirtschaft und in Gärten zum Einsatz kommt. Der Biokompost stabilisiert und verbessert den Humusgehalt unserer landwirtschaftlichen Böden. Kompost hilft, die Verwendung von Torf zu ersetzen und wirkt durch seine Nährstoffe positiv auf Pflanzen und Umwelt. Der Einsatz von Kompost verringert darüber hinaus den Ausstoß von CO2.

Mehr Informationen finden Sie auf unserer Themenseite zur „Bioabfallsammlung“

Die Bioabfallsammlung startet ab dem 1. Januar 2021. Im Vorfeld werden alle Bürgerinnen und Bürger im Frühjahr 2020 informiert und um die Bestellung der Behälter gebeten. Die Auslieferung der Behälter selbst erfolgt voraussichtlich im Herbst 2020.

Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Karlsruhe haben durch die Einführung der Bioabfallsammlung, die Möglichkeit nicht nur die Gartenabfälle sondern alle Bioabfälle getrennt zu erfassen und damit die persönliche Restabfallmenge zu reduzieren. Das kann im Idealfall zu einer Senkung der Restmüllgebühren führen, da das Behältervolumen oder die Anzahl der Leerungen der Restabfallbehälter reduziert werden kann.

Alle Grundstückseigentümer haben die Wahl, sich für eine der drei möglichen Varianten der getrennten Bioabfallsammlung zu entscheiden: Die gebührenpflichtige Biotonne, das gebührenfreie Bringsystem oder das Kompostieren im eigenen Garten.

Bestimmte Bioabfälle, wie zum Beispiel Fleisch- oder Fischreste, eignen sich nicht für den Komposthaufen, da sie zum Faulen neigen und Ungeziefer in Form von Ratten anziehen. Diese Abfälle dürfen aber über die Bioabfallsammlung entsorgt werden. Somit ist sowohl die Biotonne als auch das Bringsystem eine sinnvolle Ergänzung für alle Kompostierer im eigenen Garten.

Teilnehmen kann grundsätzlich jeder Bürger und jede Bürgerin des Landkreises Karlsruhe. Die Verteilung der Behälter erfolgt pro Grundstück bzw. Wohneinheit. Das bedeutet, dass alle Grundstückseigentümer und Grundstückseigentümerinnen vom Abfallwirtschaftsbetrieb angeschrieben werden. Innerhalb dieses Anschreibens wird den Adressaten erläutert, bis wann Sie einen Behälter bestellen müssen. Die Grundstückseigentümer entscheiden somit für Mieter, welche Möglichkeit zur Bioabfallsammlung für das jeweilige Grundstück bzw. für die entsprechende Immobilie zu nutzen ist.
Der Mieter oder die Mieterin kann in diese Frage nicht eigenständig handeln. Die Entscheidung obliegt dem Vermieter bzw. Eigentümer. Die Nutzung der Biotonne oder des Bringsystems ist wiederum Sache des Mieters.

Sie nehmen an der Bioabfallsammlung teil, indem Sie entweder die Biotonne oder das Bringsystem nutzen oder die Bioabfälle selbst im eigenen Garten kompostieren. Im ersten Schritt werden die Grundstückseigentümer und – eigentümerinnen per Post dazu aufgefordert, sich für eine Möglichkeit oder einer Kombination der Angebote zu entscheiden. Mieterinnen und Mieter müssen sich an ihre Vermieter und Vermieterinnen wenden.
Sollte die Wahl auf die gebührenpflichtige Biotonne fallen, sammeln man alle Bioabfälle getrennt und wirft sie in die Biotonne. Die Tonne wird am Straßenrand alle 14 Tage zur Leerung bereitgestellt. Die Termine findet man ab 2021 im Abfuhrkalender. Größere Mengen von Gartenabfällen sowie Baum- und Heckenschnitt bringt man weiter zum Grünabfallsammelplatz.

Beim gebührenfreien Bringsystem ist die Sammlung mit etwas mehr Aufwand verbunden. Gartenabfälle können damit kaum entsorgt werden. Die Bioabfälle aus dem Haushalt werden in Biobeuteln getrennt gesammelt, die man vom Landkreis bekommen. Verwenden Sie bitte keine anderen Biobeutel oder gar Plastiktüten. Die verschlossenen vollen Beutel kann man kurze Zeit im dicht verschließbaren Transporteimer lagern, den man als Starter-Set vom Landkreis bekommt. Die mit Beuteln gefüllten Transporteimer müssen dann regelmäßig selbst zu einem der vielen Grünabfallsammelplätze im Landkreis Karlsruhe gebracht werden. Dort kann man die vollen Beutel in große Biotonnen werfen. Den leeren Transporteimer und bei Bedarf auch neue Biobeutel kann man von dort wieder mitnehmen.
Will man seine Bioabfälle selbst im Garten kompostieren, sollte man auf einiges achten. Nicht alle Bioabfälle eignen sich dafür, man braucht einen passenden Platz für den Komposter und muss den erzeugten Kompostdünger auf seinem Grundstück auch verbrauchen können. Bei zu kleinen Grundstücken führt zuviel Kompost leicht zu einer Überdüngung des Bodens und Schäden an den Pflanzen. Bei einem falschen Standort des Komposters oder bei zu nassen Bioabfällen entsteht kein Kompost, sondern er fault und stinkt und es kann Ärger mit den Nachbarn geben. In diesem Fall ist es besser die Biotonne oder das Bringsystem zu nutzen und die Vergärung der Bioabfälle von Profis machen zu lassen.

Der Landkreis Karlsruhe startet in 2021 mit einer zusätzlichen Bioabfallsammlung. Anders als in anderen Landkreisen wird nicht einfach die Biotonne eingeführt: Den Bürgerinnen und Bürgern stehen drei Möglichkeiten offen, ihren Bioabfall zu entsorgen und somit einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zum Umweltschutz zu leisten: Die komfortable Biotonne, das gebührenfreie Bringsystem oder die Kompostierung von Bioabfällen im eigenen Garten.

Mehr Informationen zum Kombisystem

Alle Grundstückseigentümer und -eigentümerinnen werden im Frühjahr vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises angeschrieben und können die Biotonne per Post oder online bestellen. Füllen Sie dazu unser Online-Formular aus.

Jetzt Biotonne bestellen

Wenn Sie Mieter oder Wohnungseigentümer sind, dann sprechen Sie Ihren Grundeigentümer oder die Hausverwaltung direkt an und bitten darum, die Biotonne zu bestellen.

Mehr Informationen zur Biotonne

Wenn Sie keinen Platz für eine Biotonne auf Ihrem Grundstück finden, prüfen Sie, ob Sie gemeinsam mit Ihrem Nachbarn einen Behälter nutzen können. Sie müssen sich lediglich darauf einigen, wer den Behälter bestellt.

Zum Bestellformular

Ist dies nicht möglich, können Sie Bioabfälle mit dem gebührenfreien Bringsystem sammeln.

Sie können, wenn Sie Grundeigentümerin oder Grundstückseigentümer sind, jederzeit eine Biotonne bestellen. Wenn Sie nach dem Termin für die Bedarfsabfrage bestellen, erhalten Sie die Biotonne aber erst Anfang 2021.

Zum Bestellformular

Wohnen Sie zur Miete oder in einer Wohnanlage, dann können Sie nicht selbst bestellen, sondern sprechen bitte mit Ihrer Vermieterin oder Ihrem Vermieter oder der Hausverwaltung.

Die Biotonne gibt es für Privathaushalte in drei verschiedenen Größen: 80 l, 120 l und 240 l. Die Jahresgebühr für diese drei Behältergrößen liegt bei 74,40 €, 96,60 € und 188,40 €. Dafür wird die Biotonne alle zwei Wochen geleert.

Sie können die Biotonne also 26-mal im Jahr zur Entleerung bereitstellen, ohne dass weitere Kosten anfallen. Zudem können Sie im Sommer (Mai bis September) eine wöchentliche Leerung buchen. Dadurch erhöht sich die Jahresgebühr für die Behältergrößen 80 l, 120 l und 240 l auf 145,80 €, 173,40 € und 343,20 €. Zudem können Sie für alle Behältergrößen ein Schloss für zusätzliche 13,80 € im Jahr buchen.

Schon gewusst?
Die Restmülltonne ist im Landkreis Karlsruhe zu etwa 60% mit Bioabfällen gefüllt. Durch einen getrennte Sammlung der Bioabfälle können Sie die Restmüllmenge und damit das Volumen der Restabfallbehälter oder die Zahl der nötigen Leerungen reduzieren und sparen dadurch Abfallgebühren.

Mehr Informationen zur Biotonne

Die Biotonne wird standardmäßig alle zwei Wochen geleert. Sie können die Biotonne also 26-mal im Jahr zur Entleerung bereitstellen, ohne dass weitere Kosten anfallen. Zudem können Sie im Sommer eine wöchentliche Abfuhr buchen. Dadurch erhöht sich die Jahresgebühr für die Behältergrößen 80 l, 120 l und 240 l auf 145,80 €, 173,40 € und 343,20 €.

Mehr Informationen zur Biotonne

Die Auslieferung der Behälter wird im Herbst 2020 geschehen, damit bis zum Start der Bioabfallsammlung im Januar 2021 alle Behälter ausgeliefert sind. Sie erhalten, sofern Sie sich für die Biotonne oder das Bringsystem entscheiden, nach Abschluss der Bedarfsabfrage ein Bestätigungsschreiben mit den von Ihnen gewählten Behältnissen. Ihren Auslieferungstermin bekommen Sie rechtzeitig vor der Auslieferung vom Abfallwirtschaftsbetrieb mitgeteilt.

Die Termine zur Entleerung der Biotonne in 2021 finden Sie zukünftig in Ihrem Abfuhrkalender. Die Einzeltermine zur Leerung ab 2021 stehen noch nicht fest. Wir werden diese hier integrieren, sobald Sie feststehen. Haben Sie bitte noch ein wenig Geduld.

Nutzerinnen und Nutzer des Bringsystems sammeln Bioabfall zu Hause in speziellen kostenfrei ausgegebenen Biobeuteln aus beschichtetem Papier oder biologisch abbaubarem Kunststoff. In dicht verschließbaren Transportbehältern werden diese Säcke bis zum nächsten Besuch eines Grünabfallsammelplatzes aufbewahrt. Über die Transportbehälter erfolgt letztendlich der Transport des Bioabfalls zur Sammelstelle. Hier werden die in den Säcken gesammelten Küchenabfälle in zusätzlich bereitgestellte Biotonnen eingeworfen. Wir empfehlen eine Aufbewahrungszeit von Bioabfällen im Transportbehälter von maximal 14-Tagen an einem möglichst kühlen Ort.

Durch die Annahme auf den Grünabfallsammelplätze in allen Städten und Gemeinden im Landkreis während der bestehenden Öffnungszeiten, wird eine gebührenfreie Möglichkeit geschaffen, häusliche Bioabfälle außerhalb des eigenen Gartens zu entsorgen.

Die Nutzung des gebührenfreien Bringsystems steht auch Besitzern einer Biotonne für temporäre Mehrmengen oder Haushalten, die ihre Bioabfälle selber kompostieren, zum Beispiel für gekochte Küchenabfälle, zur Verfügung.

Mehr Informationen zum Bringsystem

Alle Grundstückseigentümer und -eigentümerinnen werden im Frühjahr 2020 vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises angeschrieben und können sich für das Bringsystem per Post oder online anmelden. Sie erhalten dann sogenannte Starter-Set(s) bestehend aus einem Transporteimer und einigen Papierbeuteln Das entsprechende Online-Formular finden Sie hier.

Wenn Sie Mieter oder Wohnungseigentümer sind, dann sprechen Sie Ihre Grundeigentümer oder die Hausverwaltung direkt an und bitten darum, Ihr Starter-Set für das Bringsystem zu bestellen.

Ab 2021 erhalten Sie Transporteimer und Biobeutel kostenfrei auf den Sammelstellen.

Mehr Informationen zum Bringsystem

Die daheim gesammelten Bioabfälle können auf jedem Grünabfallsammelplatz des Landkreises zu den Annahme- und Öffnungszeiten entsorgt werden. Die Beutel mit den Küchenabfällen werden dort selbstständig von den Bürgerinnen und Bürgern in bereitgestellte Biotonnen eingeworfen.

Weitere Informationen zum Bringsystem und eine Auflistung aller Grünabfallsammelplätze nach Wohnort finden Sie hier

Die Verteilung der Transportbehälter für das Bringsystem erfolgt im Herbst 2020. Der Start der Bioabfallsammlung und die Ausgabe von Biobeuteln auf den Grünabfallsammelstellen ist im Januar 2021.

Alle Grundstückseigentümer und -eigentümerinnen werden angeschrieben und über das Kombisystem und die Auswahlmöglichkeit informiert: Anders als in anderen Landkreisen wird nicht einfach die Biotonne eingeführt: Den Bürgerinnen und Bürgern stehen drei Möglichkeiten offen, ihren Bioabfall zu entsorgen und somit einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zum Umweltschutz zu leisten: Die komfortable Biotonne, das gebührenfreie Bringsystem oder die Kompostierung von Bioabfällen im eigenen Garten.

Die Einführung der getrennten Bioabfallsammlung im Januar 2021 wird von einer Aufklärungskampagne mit dem Namen „Die Biotonne kommt“ begleitet.

Digital werden Kampagnen- und Erklärfilme über unterschiedliche Kanäle ausgespielt, die die Bürgerinnen und Bürger über die neue Bioabfallsammlung informieren und zum richtigen Trennen von Bioabfall motivieren.

Als zentrales Element der Einführungskampagne führt die Kampagnenwebsite www.die-biotonne.de alle Informationen zur neuen Bioabfallsammlung zusammen. Die Bürgerinnen und Bürger des Landkreis Karlsruhe erhalten hier Antworten auf häufige Fragen, finden Trennhinweise, Hintergrundinformationen und Fakten zum Thema Bioabfallverwertung, sowie eine Bestellmöglichkeit für die Behälter (Biotonne und Bringsystem).

Die Kompostierung der Bioabfälle im eigenen Garten wird künftig weiter möglich sein. Bestimmte Bioabfälle, wie zum Beispiel Fleisch- oder Fischreste, eignen sich nicht für den Komposthaufen, da sie zum Faulen neigen und Ungeziefer in Form von Ratten anziehen. Diese Abfälle dürfen aber über die Bioabfallsammlung entsorgt werden. Somit ist die Biotonne oder das Bringsystem eine sinnvolle Ergänzung für die Kompostierung im eigenen Garten.

Bitte beachten Sie, dass unsere biologisch abbaubaren Biobeutel für die Kompostierung im Garten nicht geeignet sind.

Ja, die Möglichkeit Garten- und Grünabfälle an den Kombihöfen und Grünabfallsammelplätzen in Ihrer Stadt oder Gemeinde zu entsorgen, besteht selbstverständlich weiterhin.

Die Bioabfälle des Landkreises werden ab dem Jahr 2021 an den Entsorgungsstandorten Bad Rappenau, Westheim (Pfalz) und Sinsheim in Vergährungsanlagen verwertet.

Jeder Bewohner im Landkreis Karlsruhe produziert im Schnitt rund 50 kg Bioabfall jährlich. Bei knapp 440.000 Einwohnern kommen so rund 22.000 t Bioabfall zusammen. Aus dieser Menge Bioabfall kann Biogas mit einem Energiegehalt von 4,4 - 6,6 Mio. Kilowattstunden erzeugt werden. Das entspricht beispielsweise dem Energiebedarf von ca. 2.200 Zwei-Personen-Haushalten im Jahr. Das Endprodukt Kompost wird in der regionalen Landwirtschaft zur Bodenverbesserung und Düngung eingesetzt.

Wir haben für Sie diese Webseite zur neuen Bioabfallsammlung erstellt. Hier erhalten Sie die wichtigsten Informationen:

  • Warum kommt die getrennte Bioabfallsammlung?
  • Was wird aus dem Bioabfall?
  • Was ist das Kombisystem?
  • Wie läuft die Einführung der neuen Bioabfallsammlung ab?
  • Wo bestelle ich das Bringsystem oder die Biotonne?

Mehr Informationen zur getrennten Bioabfallsammlung finden Sie hier

Für eine persönliche Beratung steht Ihnen die Abfallberatung des Landkreises unter der kostenfreien Servicenummer 0800 2 98 20 40, sowie die Abfallberatungen der Städte und Gemeinden gerne zur Verfügung.

Durch verschiedene Hygieneinstitute und das Umweltbundesamt wurde nachgewiesen, dass die Benutzung der Biotonne für einen gesunden Menschen unbedenklich ist. Verrottende Obst- und Gemüseabfälle geben Pilzen und Bakterien einen fruchtbaren Nährboden. Die Bioabfälle sollten immer in Zeitungspapier gewickelt oder in Papierbeutel verpackt werden, bevor sie weggeworfen werden. Seinen Restmüll kann man in handelsübliche Müllbeutel verpacken, bevor man sie in die Tonne wirft. Die Abfallbehälter sollten regelmäßig mit heißem Wasser abgespült werden, um Schimmelpilzsporen und weitere Keime so weit wie möglich zu entfernen. Gegen Gebühr kann man auch eine professionelle Reinigung der Mülltonnen buchen.

Schimmelpilze können sich in der Tonne als pulvrige Sporen vermehren. Diese Schimmelpilze können in jeder Biotonne aber auch in jeder Restmülltonne vorkommen. Beim Öffnen der Mülltonne können die Sporen aufgewirbelt und von Personen eingeatmet werden, die unmittelbar neben der Tonne stehen.

Für gesunde Menschen sind die Sporen unbedenklich, da man täglich etwa ein Dutzend davon einatmet und das Immunsystem normalerweise gut damit zurechtkommt. Menschen mit Atemwegsbeschwerden, Asthmatiker, Allergiker und Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten den Bio- und Restabfall nicht selbst in den Behälter werfen, sondern andere Personen den Bioabfall und Restabfall einwerfen lassen. Sie sollten auch im alltäglichen Leben besonders auf eine gute Hygiene achten.

Es gibt mehrere Möglichkeiten für eine saubere Biotonne. Achten Sie darauf, dass der Deckelrand stets sauber gehalten wird. Abfälle sollten nicht daneben geworfen werden. Wickeln Sie Ihre Bioabfälle gut in Zeitungspapier (kein Hochglanz), Küchenkrepp oder in Papierbeutel ein. Die Papierbeutel stets dicht verpackt in die Biotonne werfen, sodass keine Küchenabfälle herausfallen können. Die Biotonne sollte stets trocken sein. Am besten gibt man lagenweise etwas Zeitungspapier in die Tonne, denn so wird Feuchtigkeit aufgesaugt. Wir empfehlen außerdem, den Abfallbehälter regelmäßig mit heißem Wasser abzuspülen, um Schimmelpilzsporen und Keime so weit wie möglich zu entfernen. Die Biotonne sollte immer an einem schattigen Platz stehen.

Außerdem bieten wir folgenden Service an:

Über die Sommermonate können zusätzliche Leerungen für die Biotonne gebucht werden. Diese finden von Mai bis September im wöchentlichen Rhythmus statt und sind kostenpflichtig.

Darüber hinaus können Sie auch ein Reinigungspaket bei uns buchen. Darin sind 4 Reinigungen im Zeitraum von April bis Oktober enthalten. Das Reinigungspaket kostet ca. 35 Euro. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an den Kundenservice. Die Bestellung wird ab 2021 möglich sein.

Ab 2021 können Sie außerdem über einen Onlineshop Hygieneartikel für die Biotonne bestellen. Dort finden Sie z. B. diverse Biotonnenreiniger oder ein Biotonnenpulver, das wie ein Deo für Ihre Biotonne wirkt. Mithilfe dieses „Deos“ kann einer Geruchsbildung vorgebeugt werden. Auch ein spezieller Filterdeckel ist eine sinnvolle Ergänzung für die Biotonne, da er ein eventuelles Pilzwachstum hemmen kann. Dieser Filterdeckel und weitere Artikel sind ab 2021 im Onlineshop kostenpflichtig bestellbar, wo Sie auch weitere Informationen zu den Hygieneartikeln finden werden.