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Logo der neuen Bioabfallsammlung

Nachrichten / 17. Juni 2021

„Internationaler Tag der Müllabfuhr“: Einblick in die Arbeit eines Müllwerkers

Mit der neuen Biotonne haben die Müllwerkerinnen und Müllwerker im Landkreis auch eine neue Aufgabe. Anlässlich des internationalen Tags der Müllabfuhr gewinnen wir einen spannenden Einblick in den Arbeitsalltag eines Müllwerkers. Remo Hildinger arbeitet seit 27 Jahren als Müllwerker und zeigt, wie sein Arbeitsalltag bei der Müllabfuhr abläuft.

Die Biotonne wird im Landkreis Karlsruhe vor der Haustür geleert und anschließend zur Nutzung wieder bereitgestellt. Diese Aufgabe liegt unter anderem im Zuständigkeitsbereich von Müllwerker Remo Hildinger. Der 55-Jährige arbeitet für das private Unternehmen KURZ Entsorgung, das mit der Abfuhr des Bioabfall im Landkreis Karlsruhe beauftragt ist. Gemeinsam mit seinem Team sorgt der Müllwerker dafür, dass die Abfallbehälter ordnungsgemäß geleert werden und der gesammelte Bioabfall danach zu insgesamt drei Abladestationen transportiert wird. Eine dieser Abladestationen liegt in Sinnsheim. Hier werden die Bioabfälle zu Biogas und Biokompost verarbeitet.

Frühes Aufstehen, Teamfähigkeit und Ausdauer gefragt

Der Arbeitstag des Müllwerkers beginnt schon um 6.00 Uhr morgens. Bei Hildinger klingelt deshalb schon um viertel vor fünf der Wecker. Um kurz nach sechs starten die sogenannten Arbeitskolonnen. Diese Teams bestehen jeweils aus einem Fahrer, einem Lader und dem Müllfahrzeug. Bei großen Touren können sind es auch mal zwei Lader sein. Bei den Arbeitsabläufen sind Teamfähigkeit und Ausdauer gefragt: Große Behälter mit bis zu 1.100 Litern Fassungsvermögen können im beladenen Zustand deutlich mehr als 200 Kilogramm wiegen. Für das Ziehen werden dann zwei Müllwerker gebraucht. Das Müllfahrzeug ist mit einer automatischen Schüttung am Heck ausgestattet, die per Knopfdruck vom Müllwerker gesteuert wird. Diese Technik vereinfacht die Arbeit des Müllwerkers ungemein. In einer Schicht werden ganze 600 Biotonnen geleert. Ein Müllwerker legt am Tag mehr als zehn Kilometer Strecke zu Fuß. Ein echter Kraftakt, der Ausdauer verlangt.

Die neue Fraktion Bioabfall

Seit Einführung der getrennten Bioabfallsammlung gibt es im Landkreis Karlsruhe drei Tonnen: die Restmülltonne, die Wertstofftonne und seit Januar 2021 die Biotonne. „Für die Fraktion Bioabfall haben wir Anfang des Jahres ein neues Müllfahrzeug bekommen“, erzählt Hildinger.

Mit dem neuen Müllfahrzeug wird der Inhalt der Biotonnen neben zwei weiteren Abladestationen nach Sinsheim in die Vergärungsanlage transportiert. In dieser Anlage werden Küchen- und Gartenabfällen aus dem Landkreis Karlsruhe zusammen mit den Bioabfällen anderer Kommunen zu Biogas und Kompostdünger weiterverarbeitet werden. Dieser Kompostdünger hilft neuen Pflanzen beim Wachsen. Bioabfälle sind deshalb der für eine Kreislaufwirtschaft geeignete Abfallstrom par excellence. Natürliche Prozesse bauen „Abfälle“ in neue Biomasse um, die sich schadlos in die natürliche Umwelt einfügt. 

Das funktioniert jedoch nur, wenn schon im Haushalt die über die Biotonne erfassten Abfälle aus Küche und Garten möglichst frei von störenden und schädlichen Stoffen sind. Hildinger und seinen Kollegen begegnen bei den Leerungen der Biotonnen noch immer Störstoffe, die im Bioabfall nichts zu suchen haben. „Die meisten machen das getrennte Sammeln wirklich gut, wir sehen aber trotzdem jeden Tag falsch befüllte Tonnen“, sagt der Müllwerker. Der 55-Jährige lebt selbst in Kraichtal und hat sich für das Bringsystem entschieden. Das Bringsystem ist für ihn die ideale Ergänzung zum vorhandenen Kompost, den er seit Jahren für die Entsorgung seiner Bioabfälle nutzt. Die getrennte Bioabfallsammlung beurteilt er als positiv. Es sei wichtig, so wenig (Abfälle) wie möglich, verbrennen zu müssen, betont der Müllwerker aus dem Kraichtal.

Stark für den Landkreis Karlsruhe

Ob Regen, Schnee oder Sonnenschein: Die Müllwerkerinnen und Müllwerker sorgen dafür, dass die Abfallbehälter aller Fraktionen im Landkreis Karlsruhe geleert werden. Remo Hildinger macht seinen Job als Müllwerker schon seit mehr als zwei Jahrzehnten und will ihn nicht wechseln: „Ich würde meinen Job nicht eintauschen wollen gegen einen Bürojob. Auch wenn es manchmal anstrengend ist; ich mag meinen Job.“ Die Arbeit eines Müllwerkers ist wichtig – für uns und für unsere Umwelt. Danke an alle Müllwerkerinnen und Müllwerker für den Einsatz.

Wir danken Remo Hildinger für das informative Gespräch.
Mehr Informationen zur Biotonne unter www.die-biotonne.de

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