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Bioabfallwissen / 25. Mai 2022

So geht Abfallvermeidung

Klarer Fall: Abfall entsteht überall. Der beste Abfall ist allerdings der, der gar nicht erst anfällt. Abfallvermeidung ist in jeder Lebenssituation möglich: im Haushalt, im Büro oder Betrieb, in der Schule oder unterwegs.

Tipp 1: Einkaufen ohne Verpackung

Mittlerweile gibt es immer mehr Unverpackt-Läden, in denen Lebensmittel, aber auch andere Waren wie Reinigungsmittel, ohne Verpackung angeboten werden. Viele Läden solcher Art stellen Körbe, Trichter, Löffel und andere Hilfsmittel zur Verfügung, um den Einkauf zu erleichtern. Das Einzige, woran gedacht werden muss, sind eigene Gefäße zum Befüllen. Heute bieten auch herkömmliche Supermärkte loses Gemüse ohne Verpackung an. Hier sollte idealerweise auf die dünnen Plastiktüten in der Obst- und Gemüseabteilung verzichtet werden. Die umweltfreundliche Alternative sind Obst- und Gemüsebeutel aus Stoff, die sich immer wieder verwenden lassen.

Aber auch außerhalb der Einkaufs-Situation gibt es immer mehr Möglichkeiten, auf Verpackungen zu verzichten: Viele Cafés bieten mittlerweile die Möglichkeit an, den Coffee-to-Go in ein selbst mitgebrachtes Gefäß füllen zu lassen. Und wer lieber Wasser trinkt: Das Trinkwasser im Landkreis Karlsruhe hat eine erstklassige Wasserqualität – hier lohnt es sich also entweder auf einen Wassersprudler umzusteigen oder das Leitungswasser ohne Kohlensäure aus einer wiederverwendbaren Flasche zu trinken. Das reduziert nicht nur Plastik, sondern auch das Schleppen der schweren Kisten.

Tipp 2: Borgen, leihen, mieten

Kaufen ist bei vielen Produkten nicht unbedingt notwendig. Stattdessen können viele Dinge gemietet oder geliehen werden. So zum Beispiel Bücher: Anstatt sich ein neues Buch zu kaufen, besteht die Möglichkeit einer Mitgliedschaft in einer Bibliothek. Hier können Bücher, DVDs und CDs gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden.

Viele Städte und Gemeinden bieten darüber hinaus öffentliche Bücherschränke an. Dabei handelt es sich um frei zugängliche Schränke, ehemalige Telefonzellen oder kleine Hütten, die dazu dienen, Bücher kostenlos, anonym und ohne Formalitäten zum Tausch oder zur Mitnahme zur Verfügung zu stellen. Jeder darf Bücher aus den öffentlichen Bücherschränken mitnehmen. Idealerweise stellt man im Gegenzug selbst ein aussortiertes Buch in den Schrank. Nach der Lektüre der mitgenommenen Bücher können diese zurückgebracht oder behalten werden. Eine digitale Karte hilft, Bücherschränke in der eigenen Umgebung zu finden: Link zur OpenBookCase Map

Auch Handwerker-Maschinen wie Akkuschrauber oder Schlagbohrer eignen sich zum Leihen oder Mieten: In den meisten Baumärkten können die Maschinen gemietet oder in Gemeinschaft mit Nachbarn angeschafft werden.

Tipp 3: Reparieren statt Entsorgen

Das Fahrrad ist defekt. Muss dann immer gleich ein Neues her? In vielen Fällen ist das nicht notwendig, denn eine Reparatur spart Geld und Ressourcen. Geeignete Werkstätten gibt es zuhauf und die Kontaktdaten lassen sich leicht im Internet finden. Aber nicht nur Fahrräder, auch Fernseher und andere elektronische Geräte im Haushalt können oftmals repariert werden.
Wer seine Geräte gerne selbst reparieren möchte und dabei Unterstützung benötigt, findet auf der Webseite www.repaircafe.org eine Liste mit über 200 Repair Cafés in ganz Deutschland.

Tipp 4: Lebensmittelverschwendung vermeiden

Immer noch werden viel zu viele Lebensmittel in der Tonne entsorgt und damit verschwendet. Abhilfe schafft ein Wochenplan, der das Einkaufen erleichtert und festlegt, welche Gerichte an welchen Tagen für wie viele Personen gekocht werden. Die entsprechende Einkaufsliste ist eine große Hilfe dabei, keine unnötigen Lebensmittel zu kaufen, die am Ende im Kühlschrank vergessen werden. Oftmals bewahrt eine Einkaufsliste sogar vor Impulskäufen. Ordnung im Kühlschrank zahlt sich ebenso aus. Lebensmittel sollten regelmäßig entsprechend ihrer Haltbarkeit sortiert werden. Diejenigen mit der geringsten Haltbarkeit gehören beispielsweise nach vorn.

Wenn man doch zu viel gekocht hat, freuen sich Nachbarn, Freunde oder die Familie über ein Gratis-Essen. Das Einfrieren oder Aufwärmen am folgenden Tag ist auch eine prima Lösung. Mehr Tipps zum Thema „Lebensmittelreste“ gibt es hier: Wie vermeide ich Lebensmittelreste?

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